Was bei Durchfall hilft ...
Im Normalfall ist der Hund schlau genug und frisst bei Durchfall, der z.B. durch zu kaltes Futter, beim Spaziergang Ungeniessbares oder Schnee gefressen, ausgelösst wurde von sich aus nichts.
Ein Fastentag macht dem Hund nichts aus und sein Darm generiert sich wieder. Wichtig dabei jedoch, dass er genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Meist ist dann am Abend der Appetit wieder da.
Unterstützend kann man nachfolgendes Rezept versuchen.
Zwei-Stunden-Möhren
500 g Möhren, gewaschen, nicht geschnitten
2 l Wasser
1 EL Leinsamen
Möhren und Leinsamen 2 Stunden im Wasser köcheln lassen (evtl. nachgiessen)oder 45 Min. im Schnellkochtopf. Dann abseihen. Die Möhren pürieren und wieder der Flüssigkeit zufügen.
Bereits 1908 wurden in der Heidelberger Kinderklinik bei der Bekämpfung des Durchfalls gute Erfolge mit der Gabe einer Karottensuppe erzielt, die auch bei Hunden angewendet werden kann.
Bei einer Durchfallerkrankung kann u.U. eine Karottensuppe die Gabe von Antibiotika ersetzen.
Man hat herausgefunden, dass gewisse Säuren (Oligogalakturonsäuren), die in Möhren enthalten sind, die krankheitserregenden Darmbakterien daran hindern, an der Darmwand anzudocken und damit die Krankheit auszulösen.
Die Säuren die chemisch gesehen zu den Kohlenhydraten gehören, können bereits in Konzentrationen von nur 0,005% Bakterien vollständig blockieren. Damit die wirksamen Moleküle frei werden, müssen die Möhren allerdings gekocht werden.
Darüber hinaus hält man es für möglich, durch die Beimischung von Möhrenextrakt zu den Futtermitteln auf den Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht zu verzichten.
Bei Durchfallerkrankungen, die länger als einen Tag dauern, oder Ihr Tier ein gestörtes Allgemeinbefinden zeigt ist unverzüglich ein Tierarzt aufzusuchen.
Besondere Vorsicht ist bei Welpen geboten.
Da ist ein Tierarztbesuch unerlässlich, da Welpen sehr schnell dehydrieren (austrocknen).